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Was kostet eine Website in Berlin 2026? Eine ehrliche Preisübersicht

Kurzantwort: Eine professionelle Website für ein kleines Berliner Unternehmen kostet 2026 zwischen 499 und 3.000 Euro brutto. Onlineshops liegen typischerweise bei 1.500 bis 8.000 Euro. Für reine Visitenkarten-Sites zahlen Sie ab 200 Euro, für individuelle Agentur-Projekte schnell 5.000 Euro aufwärts. Was Sie tatsächlich brauchen, entscheidet sich nach Funktionsumfang, nicht nach Branding der Agentur.

Das ist die Zwei-Satz-Antwort. Jetzt die Details — und zwar so, dass Sie nach diesem Artikel wissen, was angemessen ist und wo Sie betrogen werden.


Drei Preisklassen am Berliner Markt 2026

Wir haben für diesen Artikel die Preise von 30 Berliner Webdesignern und Agenturen verglichen — von Solo-Freelancern aus Prenzlauer Berg bis zu Agenturen mit 40 Mitarbeitern in Berlin-Mitte. Daraus ergeben sich drei klar abgrenzbare Segmente.

Einsteiger-Segment: 200 bis 800 Euro

In diese Spanne fallen Solo-Freelancer und kleine Festpreis-Anbieter. Sie bekommen eine funktionierende, mobil-taugliche Website mit fünf bis sieben Unterseiten, einem Kontaktformular und einem rechtssicheren Impressum. Was Sie meistens nicht bekommen: individuelles Design (Template), SEO-Beratung, Schulung, Geschäftsführer-Hotline.

Wer zahlt das? Selbstständige am Anfang, Handwerker mit lokalem Einzugsgebiet, Vereine. Für rund 70 Prozent aller kleinen Berliner Unternehmen ist dieses Segment völlig ausreichend.

Beispiele aus der Recherche:

  • websitegruender.de: 200 Euro, ein Freelancer, 30 Kunden Erfahrung
  • bussmann-design.de: 499 bis 627 Euro brutto, 23 Jahre Erfahrung, WordPress
  • Miliienko Studio (wir): 499 Euro brutto Festpreis, Next.js oder WordPress, 14 Tage Lieferzeit

Mittel-Segment: 800 bis 2.500 Euro

Hier wird es interessant — und gleichzeitig undurchsichtig. In dieser Spanne arbeiten Micro-Agenturen, gut etablierte Freelancer und kleine Studios. Sie bekommen mehr Pflege im Designprozess, oft individuelle Bildauswahl, manchmal eigenes Logo, in der Regel SEO-Grundoptimierung und Google Business Profile.

Wer zahlt das? KMU mit zehn bis fünfzig Mitarbeitern, Praxen, Kanzleien, Restaurants, die sich vom Standard abheben wollen. Auch Onlineshops für kleinere Sortimente starten in diesem Segment.

Beispiele aus der Recherche:

  • ava-design.de: 699 bis 2.299 Euro netto (rund 832 bis 2.736 Euro brutto)
  • dailyseven.de: ab 999 Euro netto
  • homepagehandmade.de: 799 bis 1.199 Euro brutto
  • Miliienko Studio Business-Paket: 999 Euro brutto inkl. Blog und GBP-Setup

Achtung Falle: Mehrere Anbieter in diesem Segment kommunizieren Netto-Preise. 699 Euro netto sind 832 Euro brutto. Für Kleinunternehmer und Privatpersonen — die keine Vorsteuer ziehen können — ist das ein realer Aufpreis. Fragen Sie immer nach dem Bruttopreis.

Premium-Segment: 2.500 bis 30.000 Euro und mehr

Das ist das Reich der Agenturen mit Showroom, Geschäftsführung, Designer-Team und Bestand. Sie bezahlen für: individuelle Markenstrategie, Custom-Design, durchdachte User Experience, ausgefeilte Animationen, persönliche Beratung mit fünfköpfigem Projekt-Team. Auch hier gilt: Sie bekommen, was Sie bezahlen — wenn die Agentur ehrlich kalkuliert.

Wer zahlt das? Etablierte Unternehmen ab 50 Mitarbeitern, B2B-Marken mit komplexen Vertriebsprozessen, Anbieter mit klaren Markenansprüchen, internationale Auftritte. Für klassische Berliner KMU ist das Segment in der Regel überdimensioniert.

Beispiele aus der Recherche:

  • homepage-helden.de: 5.600 bis 26.400 Euro, 40 Mitarbeiter
  • design-030.de: ab 4.000 Euro, UX/UI-Spezialisierung
  • prima-line.de: Preise nicht öffentlich, seit 2008, Charité-Referenz

Was im Preis wirklich enthalten sein muss

Egal in welchem Segment Sie kaufen — folgende Posten gehören 2026 zum Pflichtprogramm. Wenn ein Anbieter sie nicht im Festpreis hat, fragen Sie nach.

Pflicht ab Tag eins:

  1. Vollständiges Impressum nach §5 TMG
  2. Datenschutzerklärung nach DSGVO Art. 13, abgestimmt auf eingesetzte Tools
  3. Cookie-Banner mit echtem Opt-in (kein "Alle akzeptieren" als einziger sichtbarer Button)
  4. SSL-Verschlüsselung
  5. Lokale Schriftarten statt Google-Fonts-CDN (sonst DSGVO-Verstoß)
  6. Responsive Design für Smartphone, Tablet, Desktop
  7. Grundlegende SEO: Title, Meta-Description, Sitemap, robots.txt

Sollte enthalten sein:

  • Schema.org-Markup (LocalBusiness, FAQPage, Service)
  • Open-Graph-Tags für sauberes Sharing in sozialen Netzwerken
  • Lighthouse-Score Performance 85+
  • Schulungsvideo oder PDF-Anleitung zur Pflege
  • Mindestens eine Korrekturschleife im Designprozess

Wenn jemand 1.500 Euro für eine Website verlangt und die Datenschutzerklärung "kommt später" — gehen Sie weiter.


Was Sie zusätzlich einkalkulieren müssen

Der Website-Preis ist nicht der Gesamtpreis. Folgende laufende Kosten kommen typischerweise hinzu:

PostenKosten (Brutto, jährlich)Anmerkung
Domain (.de)10–15 EuroÜber INWX, Hetzner, Strato
Hosting Shared60–300 EuroHostinger, Hetzner, Mittwald
Hosting Premium / VPS300–1.500 EuroMittwald Performance, AWS, Vercel Pro
SSL-Zertifikat0 EuroLet's Encrypt automatisch
Wartung0–1.800 EuroOptional, ab 49 Euro/Monat sinnvoll
Newsletter-Tool0–600 EuroBrevo Free für kleine Listen
Reservierungssystem (Gastro)0–600 EuroResmio Free bis 250 Buchungen

Pro Jahr realistisch: 80 bis 400 Euro laufende Kosten zusätzlich zum Setup.


Festpreis oder Stundensatz — was ist besser?

Eine der wichtigsten Fragen, die in Berlin selten ehrlich beantwortet wird. Beide Modelle haben Vor- und Nachteile.

Festpreis (z. B. 499/999/1.999 Euro Pakete):

  • Vorteil: Sie wissen vorher, was Sie zahlen. Keine Nachforderungen.
  • Vorteil: Der Anbieter muss effizient arbeiten — Effizienz ist sein Geschäftsmodell.
  • Nachteil: Funktioniert nur bei klar definierten Projekten. Bei sehr individuellen Anforderungen passt ein Festpreis selten.

Stundensatz (typischerweise 80 bis 150 Euro pro Stunde in Berlin):

  • Vorteil: Flexibilität bei sich ändernden Anforderungen.
  • Nachteil: Sie wissen erst am Ende, was es kostet. Realistische Schätzungen sind selten.
  • Nachteil: Anreiz für den Anbieter, langsam zu arbeiten.

Unsere Empfehlung: Wenn Ihr Projekt einigermaßen klar ist (was bei rund 80 Prozent aller KMU-Webseiten der Fall ist), wählen Sie Festpreis. Wenn Sie ein komplexes B2B-Portal mit individuellen Funktionen bauen, ist Stundensatz mit definiertem Budget-Cap und Meilenstein-Plan die bessere Wahl.


Wann ist günstig zu günstig?

Die ehrliche Antwort: unter 300 Euro für eine Unternehmenswebsite ist verdächtig. Bei diesem Preis kann niemand Branding-Abstimmung, DSGVO-Konformität, technisches SEO und ein Schulungsgespräch ernsthaft anbieten. Sie bekommen ein Template, ein Standard-Impressum und niemanden, der antwortet, wenn etwas kaputt geht.

Gleichzeitig: Preise über 5.000 Euro für eine klassische Visitenkarten-Site ohne besondere Anforderungen sind 2026 schwer zu rechtfertigen. Eine moderne Next.js- oder WordPress-Website mit fünf bis zehn Unterseiten lässt sich in 14 bis 30 Werktagen umsetzen — was 30 bis 60 Arbeitsstunden entspricht. Bei einem Stundensatz von 80 Euro sind das 2.400 bis 4.800 Euro. Alles darüber ist Aufschlag für Overhead, Office, Marketing.


Häufige Fragen rund um den Preis

Warum sind Webdesigner in Berlin teurer als auf dem Land?

Sind sie meistens nicht — sondern gleich teuer. Was Berliner Anbieter teurer macht, sind höhere Mieten in Mitte und Kreuzberg. Wer in Berlin-Schönefeld oder in Brandenburg arbeitet, kalkuliert oft günstiger als ein Anbieter in der Friedrichstraße — bei gleicher Qualität. Stellen Sie nicht nur die Stadt-, sondern auch die Adressfrage.

Kann ich eine Website auch unter 200 Euro bekommen?

Theoretisch ja — über Plattformen wie Fiverr, Wix oder Squarespace. Praktisch erkaufen Sie sich diesen Preis mit Folgekosten: ein Wix-Abo läuft monatlich 15 bis 50 Euro weiter, eine SEO-feindliche Plattform wird Sie irgendwann ein paar tausend Euro für die Migration kosten, und niemand antwortet, wenn das Cookie-Banner DSGVO-Verstöße produziert. 200 Euro Setup kann ein Bumerang werden.

Wieso bietet Miliienko Studio Festpreise an, wenn andere Agenturen das nicht tun?

Wir haben drei Vorteile: kein Berlin-Mitte-Büro (wir sitzen in Rheinland-Pfalz), keine Werbeagentur-Hierarchie (wir arbeiten als kleines Team mit fester Spezialisierung), und wir haben unsere Prozesse so standardisiert, dass jedes Standard-Projekt im Pakethandel funktioniert. Was Sie an Festpreis-Sicherheit gewinnen, sparen wir an Verwaltungs-Overhead. Beide profitieren.

Was kostet eine Website-Wartung in Berlin?

Realistisch: 49 bis 199 Euro pro Monat brutto, je nach Umfang. Im Minimum sind monatliche Updates, wöchentliche Backups und ein Sicherheits-Monitoring drin. Im Premium-Bereich kommen monatliche Inhaltsänderungen, SEO-Betreuung und persönliche Ansprechpartner dazu. Wartung sollte monatlich kündbar sein — sonst ist es eine Falle.

Kann ich auch in Raten zahlen?

Bei den meisten seriösen Anbietern: ja. Üblich sind 50 Prozent zum Projektstart und 50 Prozent zur Übergabe. Bei größeren Projekten auch Drei-Raten-Modelle. Wer eine Vollvorauszahlung verlangt, ohne dass er starke Referenzen hat, sollte erklären können, warum.


Fazit: realistische Erwartung schlägt Marketing-Versprechen

Eine Website ist 2026 kein Schicksalsbetrag. Für die meisten Berliner KMU gibt es solide Lösungen im Festpreis-Bereich 499 bis 2.000 Euro brutto. Was Sie wirklich brauchen, lässt sich in einem 30-minütigen Erstgespräch klären — und wenn der Anbieter Ihnen nach diesem Gespräch keinen klaren Festpreis nennen kann, ist er entweder unsicher in seiner Kalkulation oder will Spielraum für Nachforderungen.

Wenn Sie konkrete Pakete und einen schriftlichen Festpreis wollen, schauen Sie sich unsere Pakete an. Wenn Sie sich erst orientieren wollen, lesen Sie weiter — wir haben mehr Artikel zu Stack-Wahl, DSGVO und Lieferzeit veröffentlicht.

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